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Gedenken ist unerlässlich

Volkstrauertag in würdigem Rahmen – Gedenken an Opfer kriegerischen und rassistischen Wahns

In feierlicher Weise begingen letzten Samstagabend die Pfarrei und die Gemeinde gemeinsam den Volkstrauertag und gedachten der Opfer von Krieg und Gewalt. Angeführt von einer Bläsergruppe der TV Musikkapelle Waldmünchen zogen in einem Fackelzug der Bürgermeister, einige Gemeinderäte sowie zwei starke Abordnungen der beiden Ortsfeuerwehren aus Ried und Gleißenberg vom Feuerwehrhaus bis zum Kriegerdenkmal bei der Kirche, wo man von Pfarrer Franz Merl, Diakon Alfred Dobler, den Ministranten, einigen Reservisten und den Kirchenbesuchern erwartet wurde.

Bürgermeister Wolfgang Daschner betonte bei seiner anschließenden Rede, dass wir niemals damit aufhören dürften, uns die Sinnlosigkeit von Krieg und Gewalt vor Augen zu führen. Aus diesem Grund habe der Volkstrauertrag nach wie vor seine uneingeschränkte Berechtigung. Von dem was geschehen ist, solle nichts vergessen, verdrängt oder zugedeckt werden. Jeder, der an diesem Gedenktag teilnehme, bekunde seinen Respekt vor den Toten sowie die Bereitschaft darüber nachzudenken, was wir heute gegen Krieg und Gewalt tun können und sollen, so das Gemeindeoberhaupt. Im Namen der Gemeinde Gleißenberg legte Daschner nach seinem Vortrag am Kriegerdenkmal einen Kranz nieder und eindrucksvoll von Salutschüssen begleitet, wurde von der TV-Bläsergruppe die Melodie „Alte Kameraden“ gespielt.

Im darauf folgenden Vorabendgottesdienst in der Pfarrkirche wurde dann mit den Geistlichen der zahlreichen Opfer von Krieg und Gewalt, sowohl der beiden Weltkriege, aber auch aktuell weltweit gedacht. Ferner hielt Diakon Alfred Dobler eine eindrucksvolle Ansprache mit kleinen Ausschnitten aus dem Grauen der Kriege und der letztendlichen Feststellung, dass bislang offensichtlich keine der kriegführenden Nationen aus dem Leid und der Grausamkeit gelernt habe. Daher müsse man aus unserem Glauben Halt und Zuversicht schöpfen, um unseren Weg im Leben gehen zu können und die nötige Zuversicht zu haben, so der Diakon.

Bürgermeister Daschner (l.), Pfarrer Merl und Diakon Dobler mit den Ministranten, einige Reservisten, die TV-Bläsergruppe und einige Feuerwehrkameraden beim Kriegerdenkmal neben der Pfarrkirche St. Bartholomäus