Gleißenberger Schützen organisieren weltliche Feier in der Heimat- und Kulturscheune – Jugendliche vernachlässigen Brauchtum
Der Brauer Andreas Mayer richtete im vergangenen Jahr den sogenannten Wirtshaus-Kirta aus. Doch dann übernahm Mayer in Furth im Wald eine weitere Brauerei und daher hatte er immer mehr Aufgaben zu schultern. Sein Ehrenamt als zweiter Schützenmeister kam da gerade recht, denn die Vereinskameraden kümmerten sich dann um die Organisation. Somit hieß es letzten Samstag erneut: Auf zum Kirta in die Heimat- und Kulturscheune.
Von der Bevölkerung und den Vereinen wurde dieses Angebot gerne angenommen, denn die Schützenmeisterin Sabine Heitzer durfte bereits am frühen Abend eine stattliche Besucherzahl willkommen heißen. Zu den Getränken vom Mayerbräu hatten die Schützen auch Brotzeiten hergerichtet und es entwickelte sich ein angenehmer Unterhaltungsabend. Außerdem lief nebenbei ein Lichtschießen für jedermann, wo ein Wanderpokal samt einem 30-Liter-Faß, gestiftet vom Mayerbräu, zu gewinnen war.
Die gewohnt nächtlichen Aktionen seitens des Nachwuchses beim Brauch des Kirta-Zamtragens ließen allerdings zu wünschen übrig. Denn wer Sonntagmorgen am Dorfplatz das Hab und Gut der nachlässigen Mitbürger betrachten wollte, bekam nur ein paar lausige Utensilien zu sehen. Bleibt nur zu hoffen, dass dieser alte Brauch, der im Normalfall für regen Gesprächsstoff im ganzen Dorf sorgt, nicht einschläft.

Beste Unterhaltung herrschte beim Wirtshaus-Kirta in der Heimat- und Kulturscheune.

Eine sehr magere „Ausbeute“, die letzten Sonntagmorgen am Dorfplatz zu sehen war.

