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Ostern in der Pfarrei St. Bartholomäus Gleißenberg

Die Heilige Woche hat mit dem Palmsonntag seinen Beginn. Weiter ging es am Gründonnerstag, wo Pfarrer Franz Merl in seiner Ansprache die Gottesdienstbesucher einlud das letzte Abendmahl mitzufeiern. Am Vorabend seines Leidensweges feierte Jesus mit seinen Jüngern ein Mahl. Er teilte Brot und Wein mit ihnen. Es ist das „letzte Abendmahl“ des Herrn. Heute sind wir bei jeder Hl. Messe aufgerufen uns am Ideal der Gemeinschaft messen zu lassen. Nach der Übertragung des Allerheiligsten lud Pfarrer Merl ein in der Anbetungsstunde mit Jesus Christus zu Wachen. In diesen drei österlichen Tagen, vom Leiden und Sterben, von der Grabesruhe und der Auferstehung des Herrn spricht man vom „Triduum Sacrum“, als ein Hochfest, das höchste des Kirchenjahres.

Die Karfreitagsliturgie begann in aller Stille. Diakon Alfred Dobler, Gemeindereferentin Silvia Fuchs und Ministranten gestalteten diese Gebetsstunde sehr würdevoll. Zusammen mit den Lektoren wurde die Passion vorgetragen. Sie vertieft nochmals den Leidensweg Jesus Christus bis zum Tod. In seiner Ansprache verglich Diakon Dobler den Leidensweg Jesu mit der Lebensqualität in unserer Zeit. Jesus Christus wusste, wohin sein Weg führt. Wie ist das heute? Unter welchen Voraussetzungen oder Zuständen möchte man nicht mehr leben. Wir sollten uns Gedanken machen. Jeder muss das Kreuz des Lebens tragen. Nach der Kreuzenthüllung waren alle Gottesdienstbesucher eingeladen an der Kreuzverehrung teilzunehmen. Untermalt vom Gesang des Kirchenchores ein würdevoller Moment in der Pfarrkirche. Mit einer Kommunionausgabe endete diese Andachtsstunde mit dem Auszug des liturgischen Teams in aller Stille.

Den Höhepunkt dieser Heiligen Woche mit der Auferstehungsfeier am Ostermorgen gefeiert. Pfarrer Franz Merl, Diakon Alfred Dobler, die Ministranten und Lektoren haben sich um das Osterfeuer, dass Markus Riederer schon seit vielen Jahren entzündet, versammelt, um mit der Lichtfeier zu beginnen. Pfarrer Merl segnete das Osterfeuer und Mesnerin Gabi Mayer entzündete die neu gestaltete Osterkerze, die Diakon Dobler in die dunkle Kirche trug. Nach dreimaligem „Lumen Christi“ wurde das Osterlicht durch die Ministranten an die Gottesdienstbesucher weitergereicht. Dies ist die Nacht, in der Christus die Ketten des Todes zerbrach, heißt es im „Exsultet“, das feierliche Osterlob, gesungen von Kantorin Antonia Wutz. In drei Lesungen berichteten Regina Blaschko, Marion Liegl und Martin Plötz aus den Büchern Genesis, Exodus und Ezechiel. Zum feierlichen „Gloria“ erklangen die seit Gründonnerstag verstummten Kirchenglocken und die Orgel und das Gotteshaus erstrahlten im feierlichen Glanz. In seiner Ansprache ging Diakon Dobler auf die Auferstehung unseres Herrn ein. „Auferstanden ist der Herr, da hat er alles hinter sich, die Freude, den Jubel, die Enttäuschung, Angst, Todeskampf, Hoffnungslosigkeit, die Dunkelheit. Auferstanden ist der Herr und was muss er sich in unserer heutigen Zeit ansehen“. Dobler zählte die vielen Missstände in unserer heutigen Gesellschaft auf, die uns alle angehen. Der Auferstandene sieht weiter wie Milliarden für Waffen und Kriege ausgegeben werden von den Kriegsgebieten weltweit. Von den explodierenden Energie- und Lebenskosten und noch vieles mehr. Aber das wendet sich. Der Auferstandene ist der Herr, mit Christus hat das Leben gesiegt. Auferstanden ist der Herr, mit  Freuden wird er sehen, wie wir für seine Schöpfung eintreten. Halleluja Jesus lebt!

Musikalisch wurden diese heiligen drei Tage vom Kirchenchor Gleißenberg, unter der Leitung von Antonia Wutz, gestaltet. Mit ihren Liedern und den Texten haben sie diese besonderen Gottesdienste bereichert. Dies zeigten besonders die Lieder „Damit ihr Hoffnung habt, der Tod ist besiegt“ und „Freude über Freude, das Grab ist leer“.

Am Ende des Festgottesdienstes wurden die mitgebrachten Osterspeisen gesegnet und Pfarrer Merl bedankte sich bei allen, die an diesen Feierlichkeiten mitgeholfen haben. Mit dem „Te Deum“ wurde unter Glockengeläut aus der feierlich geschmückten Kirche ausgezogen. Der Pfarrgemeinderat verteilte noch Ostereier an die Kirchenbesucher.

Foto: Gabi Mayer