Gleißenberger Feuerwehr besucht 150-jähriges Gründungsfest der Freiwilligen Feuerwehr Gleißenberg in der Gemeinde Burghaslach – Führung durch Sprinklerzentrale
Klein, aber fein. So muss man das 150-jährige Gründungsfest der Freiwilligen Feuerwehr Gleißenberg in Mittelfranken bezeichnen. Etwa 200 Einwohner zählt die kleine Ortschaft, die zum Markt Burghaslach und somit auch zur kommunalen Allianz „Drei-Franken-Eck“ gehört. Erst im Jahr 1976 ist man durch Arbeiter, die auswärts beauftragt waren, auf den namensgleichen Ort gestoßen und sogleich wurde eine Verbindung hergestellt. Inzwischen gab es schon viele gegenseitige Besuche und zur anstehenden Festlichkeit des im Ort einzigen Vereins, der Freiwilligen Feuerwehr, erhielt man im ‚Bayerischen Meran‘ natürlich wieder eine Einladung.
Die heimische Feuerwehr ließ sich nicht lumpen, organisierte einen Bus und fuhr mit einer zünftigen Reisegruppe um Vorstand Stefan Rampf und Vizevorstand Thomas Korherr am Pfingstsamstag zum gut 200 Kilometer entfernten Gleißenberg in Mittelfranken. Mit dabei war auch die Gemeinderätin Martina Lehnert, die aufgrund ihrer Abstammung der fränkischen Sprache mächtig ist. Seitens der Initiatoren war dies ein kluger Gedanke, denn zur fortgeschrittenen Stunde wurden die gebotenen Übersetzungsdienste mehrfach in Anspruch genommen.
Die erste Station war Burghaslach, wo man in einem Speiselokal ein gutes Mittagessen serviert bekam. Dort erlebte man auch gleich eine Überraschung, denn die Vorsitzende der Gleißenberger Feuerwehr, Diana Lorenz, brachte den amtierenden Bürgermeister Armin Luther sowie ihren Lebenspartner, den Dirigent Norbert Folk, mit, die allesamt die Ausflügler herzlich willkommen hießen. Hierbei war unter anderem zu erfahren, dass anfänglich ein großes Feuerwehrfest angedacht war. Doch vor über einem Jahr ruderte man hauptsächlich wegen Personalmangel zurück und konzentrierte sich auf ein kleines Drei-Tage-Fest, das letzten Freitag, Samstag und Sonntag stattfand.
Nach dem gelungenen Willkommensgruß ging es weiter Richtung Gleißenberg, wo gleich nebenan einer der bedeutendsten Spielwarenproduzenten Deutschlands, die BIG-Spielwarenfabrik GmbH & Co. KG, zuhause ist. Dort sammelte die Reisegruppe auf dem 320 Hektar großen Areal gigantische Eindrücke moderner Produktionstechnologien. Aber noch eindrucksvoller und vor allem für Brandbekämpfer interessant, war der Einblick in eine der bundesweit größten Sprinklerzentralen. Hier erlebte man Technik pur, wo weit über 17.000 Sprinklerköpfe sowie rund 180 Kilometer Sprinklerleitungen überwacht und bei entsprechenden Brandfällen auch automatisch chemische Löschmittel beigemischt werden. Notstromversorgung, Wasserreserven und automatische Alarmierung der Feuerwehren seien hier nur nebenbei erwähnt.
Im Anschluss warteten am Ortseingang von Gleißenberg schon die Feuerwehrmitglieder und mit Fahnen- und Musikbegleitung marschierte man schließlich gemeinsam zur Festhalle. In dieser war für die Augen der Besucher eine ziemlich große Bühne aufgebaut, doch als danach 18 Blasmusiker der Band „Next Generation“ aufmarschierten, war alles klar. Mit Flöten, Trompeten und sonstigen Blasinstrumenten spielten die Musiker schöne Volksmusik, bei der man sich vernünftig unterhalten konnte. Aber auch für die jüngere Generation hatte die Band entsprechendes Equipment dabei und als es etwas später wurde, kam dieses zum Einsatz. Doch zu diesem Zeitpunkt mussten die einen Gleißenberger wieder ihre Heimreise antreten. Bis dahin war allerdings genügend Raum zum Austausch und wenn künftig wieder ein Fest ansteht, wird es heißen: „Gleißenberg besucht Gleißenberg“.

Weil der Spielwarenproduzent hauptsächlich Kunststoff verarbeitet, stehen riesige Tanks mit chemischen Löschmitteln zur Verfügung.

Bei Druckabfall in der Sprinkleranlage werden automatisch Notpumpen dazugeschaltet.
Die Feuerwehrvorsitzende Diana Lorenz und ihr Vorgänger Friedrich Ruhl (im Hintergrund mit hellblauen Shirts) verabschiedeten die Gleißenberger Reisegruppe mit einem herzlichen „Ade“.

