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Gleißenberger Nachwuchsschützen gehören zu den Besten

Emma Högerl Deutsche Vizemeisterin mit Lichtpistole – Platz 5 mit der Mannschaft und Platz 8 für Sebastian Grüneisl

Erstmalig wurde letztes Wochenende eine Deutsche Meisterschaft im Lichtschießen durchgeführt. Austragungsort für die Disziplinen Lichtgewehr, Lichtpistole und Lichtgewehr 3-Stellung war das Landesleistungszentrum in Frankfurt am Main. Welch Stellenwert diese Veranstaltung hat, ließ sich auch an der großen Teilnehmerzahl ablesen. Rund 700 Kinder im Alter zwischen neun und 12 Jahren aus ganz Deutschland konnten sich für die erste DM im Lichtschießen qualifizieren. Und mindestens doppelt so viele Eltern, Betreuer und Geschwister waren mit angereist, um die jungen Sportler zu unterstützen. Das Leistungszentrum war am Samstag und Sonntag so gut gefüllt, dass man den Eindruck gewinnen konnte, es platze aus allen Nähten. Zudem herrschte während der gesamten Veranstaltung eine gute Stimmung.

Die Delegation der 1911er, bestehend aus den drei Teilnehmern Emma Högerl, Marlene Pfeiffer und Sebastian Grüneisl sowie die Trainer Günther Heitzer und Stefan Pfeiffer, fuhr bereits am Freitag Richtung Frankfurt. Um am Samstag die beschwerliche Anreise zu vermeiden, wurde zunächst ein Nachtlager in der Jugendherberge Rothenfels aufgeschlagen. Dort gab es noch eine Teambesprechung und letzte Instruktionen für den Wettkampf.

Am Samstagmorgen trafen sich im Leistungszentrum alle Teilnehmer des Oberpfälzer Schützenbundes zur Waffenkontrolle und Anmeldung beziehungsweise Mannschaftsmeldung. Da die Wettkampförtlichkeit bis dahin noch unbekannt war, besichtigte man die verschiedenen Hallen, was auch zur Aufnahme des Wettkampfgefühls diente. Als Erster ging dann Sebastian Grüneisl an den Start. Er hatte seine Nerven voll im Griff und spulte seinen Wettkampf souverän runter. Bereits die erste Serie mit 78 Ringen ließ erkennen, dass er gut zurechtkam. Die Sicherheit nahm weiter zu und in der zweiten Serie legte er nochmal 85 Ringe drauf. Letztendlich erzielte er mit 163 Ringen eine persönliche Bestleistung. Anhand dieses Ergebnisses lag eine Top-Ten-Platzierung greifbar nahe. Schließlich stand Platz 8 zu Buche und die Freude war natürlich entsprechend groß.

Etwas später standen die nächsten Starts von Marlene Pfeiffer und Emma Högerl an. Glücklicherweise hatten sie die Stände direkt nebeneinander. So war eine Betreuung der beiden Schützinnen wesentlich einfacher. Während Emma ihr Probeschießen sicher begann, haperte es bei Marlene etwas. Da war der Altersunterschied deutlich zu erkennen. Sebastian und Emma hatten schon wesentlich mehr Erfahrung gesammelt als Marlene, die zwei Jahre jünger ist. Leider gelang es ihr nicht, sich zu stabilisieren und so schloss sie mit einer Leistung weit unter ihren Möglichkeiten ab. Allerdings zeigte sie ein sehr großes Kämpferherz. Obwohl es nicht lief, kämpfte sie um jeden einzelnen Schuss und genau diese Einstellung verdient allergrößten Respekt. Wie oft war es in der Vergangenheit schon bei anderen Teilnehmern vorgekommen, dass sie nervlich am Ende ihren Wettkampf abbrechen mussten. Marlene hatte es trotzdem durchgezogen und trug somit zu einem 5. Platz im Mannschaftsergebnis bei. Da sie noch die nächsten zwei Jahre in der Klasse Lichtpistole schießen darf, wird auch sie von den jetzigen Erfahrungen sehr profitieren können.

Bei Emma Högerl lief der Wettkampf wie bereits zuvor beim Probeschießen. Der Flow und die Konzentration blieben und sie lieferte herausragende 89 Ringe in der ersten Serie. Auch diese außergewöhnlich gute Serie brachte sie nicht aus dem Konzept. Sie schoss weiter und erreichte diesmal 87 Ringe. Das bedeutete ein Endergebnis von großartigen 176 Ringen. Ihre persönliche Bestleitung. Somit war klar, diese Leistung muss am Ende einen Stockerlplatz bedeuten. Es folgten noch einige Durchgänge und die Anspannung stieg. Was würde diese Leistung am Ende wert sein? Endlich hing die Ergebnisliste aus und die Freude war entsprechend groß. Silber für Emma Högerl. Zu guter Letzt wurden die drei Teilnehmer mit dem 5. Platz in der Mannschaftswertung (Marlene, Sebastian und Emma) belohnt. Ein Riesenerfolg für die jungen Schützen. Mit eindrucksvollen Erlebnissen trat man schließlich bestens gelaunt die Heimreise an, denn die 1911er hatten eindeutig bewiesen, welch Potenzial in ihrer Jugendarbeit steckt.

Das Deutsche Meisterschafts-Team vom Schützenverein 1911 Gleißenberg (v. l.): Sebastian Grüneisl, Stefan Pfeiffer, Marlene Pfeiffer, Günther Heitzer und Emma Högerl.

Marlene Pfeiffer und Emma Högerl am Schießstand in Frankfurt am Main.

Die Silbertreppe für Emma Högerl (hinten links) mit der Lichtpistole.