Aus der Pfarreiengemeinschaft haben sich am vergangenen Wochenende 13 Lektorinnen und Lektoren aus Gleißenberg, Lixenried, Dalking und Weiding im Pfarrheim Gleißenberg getroffen, um an einer Schulung teilzunehmen.
Lektoren leisten einen großen Beitrag zur Verkündigung des Wortes Gottes. Bei den Gottesdiensten sind sie eine Unterstützung des liturgischen Teams. Lektoren haben nach Recht die „niedrigen Weihen“, deshalb ist es auch sehr wichtig über diesen wichtigen Dienst Bescheid zu wissen. Um den Lektorendienst übernehmen zu können muss dieser ein katholischer Christ, 16 Jahr alt und gefirmt sein.
Referent Karl-Heinrich Liebl aus Barbing, ehemaliger Stimmbildner und Chorleiter bei den Regensburger Domspatzen, durfte diese Schulung in Gleißenberg leiten. Inhalt dieser Schulung waren die Grundlagen des Lektorendienstes, Sprachübungen und Stimmbildung anhand von Texten des Messlektionars im theoretischen und praktischen Teil. In seiner Einführung ging er auf die Bedeutung als Lektor ein. Das Zitat von Martin Luther „Tritt fest auf, mach‘s Maul auf, hör bald auf“, trifft die Bedeutung sehr genau, teilte Herr Liebl mit.
Die Vorbereitung zuhause ist die wichtigste Aufgabe eines Lektors. Er sollte den Lesungstext selber verstehen um diesen glaubwürdig und gut vortragen zu können. Nachschlagewerke für zuhause sind der Schott, die Regensburger Sonntagsbibel sowie das Internet. Genauso sollte jeder seine eigene Stimme und das Vortragen der Lesung einmal gehört haben. Ein weiterer Punkt ist das Erscheinungsbild. Das persönliche Outfit, am besten in einem liturgischen Kleid, das Gehen zum Ambo, die Kniebeuge oder Verneigung. Auch der Umgang mit dem Mikrofon wurde vom Referenten erläutert und später im praktischen Teil geprobt.
Nach der Mittagspause begann die Praxis. Atmung, Artikulation und Aussprache sind wichtige Punkte zum Vortragen. Die häufigsten Fehler sind die Vokalen, Betonung, Lautstärke und Sprachmelodie. Anhand von verschiedenen Beispielen wurde dieses geübt. Zum Abschluss wurde in der Pfarrkirche am Ambo die Theorie in die Praxis umgesetzt. Alle Teilnehmer hatten sich im Vorfeld eine passende Lesungsstelle ausgesucht um diese am Ambo vorzutragen. Eine Beurteilung von Seiten des Referenten und der Teilnehmer schloss sich an. Mit vielen neuen Eindrücken und Vertiefung ging dieser Schulungstag zu Ende. Eine Bescheinigung bestätigte die Teilnahme. Als Abschluss ein Zitat von Herrn Liebl, „Gottes Wort lebendig werden lassen mit Herz, Stimme und Überzeugung“.
Foto: Gabi Mayer

