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Ein Prunkstück für die Ortsmitte

Tektur-Plan für Gasthaus „Zur Post“ mit Landratsamt finalisiert – 13 Einheiten zum Betreuten Wohnen

Die dritte Gemeinderatssitzung fand vergangenen Mittwoch im Rathaus statt. Auf der Tagesordnung war unter anderem die Sanierung des vormaligen Gasthauses Pongratz in der Hauptstraße. Die Müller Immobilien GmbH plant den Bau von 13 neuen Wohneinheiten als „Betreutes Wohnen“ und die Generalsanierung des Gaststättenbereiches im Erdgeschoss. Als Meilenstein für die Gemeinde Gleißenberg bezeichnete es Bürgermeister Wolfgang Daschner, sollte das Projekt letztlich so vollzogen werden, wie mit den Fachstellen des Landratsamtes finalisiert.

Nach der Genehmigung von drei Sitzungsprotokollen erfolgte die Zustimmung zu zwei Anträgen auf Vorbescheid zum Neubau von Wohnhäusern im Bereich Am Steinrieder und Kesselhütte einstimmig. Nachdem es sich beide Male um Bauten im Außenbereich handelt, entscheidet letztlich das Landratsamt als oberste Baubehörde. Danach befasste sich das Gremium mit dem eingangs erwähnten Bauantrag (Tektur) der Müller Immobilien GmbH, Döbersing, zum Umbau und Sanierung der Gaststätte im Erdgeschoss mit Nebenräumen im Kellergeschoss, Teilabbruch mit Wiederaufbau von Ober- und Dachgeschoss sowie Einbau von 13 altersgerechten Wohneinheiten und eines Büros für die Immobilienverwaltung. Der Gemeinderat war begeistert vom Vorhaben und ließ sich von Bürgermeister Daschner die Planungsdetails erläutern. Die Gaststätte im Erdgeschoss soll wie früher als Gasthaus „Zur Post“ benannt und vollständig saniert werden für einen möglichen Pächter, bevorzugt mit gutbürgerlicher Küche. Zusammen mit der „Wiederbelebung“ des Braurechtes am gleichen Grundstück durch Andreas Mayer entstünde hier ein Objekt mit Vorzeigecharakter, war der einhellige Tenor des Gremiums. Man freue sich über die kooperative Zusammenarbeit mit dem Investor, der laut eigenen Angaben sehr gut durch die Bauabteilung des Landratsamtes beraten und unterstützt wurde. Nunmehr laufen noch Fördergespräche mit dem Amt für ländliche Entwicklung. Verantwortliche waren bereits vor Ort und prüfen gerade die Maßnahme. Natürlich stimmte der Gemeinderat dem Vorhaben auch zu.

Ein weiteres Thema war die örtliche Prüfung der Jahresrechnung der Gemeinde für das Haushaltsjahr 2024, wo Feststellung und Entlastung erteilt wurden. Außerdem teilte Bürgermeister Daschner dem Gemeinderat mit, dass die bestehende Bushaltestelle bei der Pfarrkirche St. Bartholomäus am Dorfplatz zum Pfarrheim verlegt werden soll. Die Nutzung der notwendigen Grundstücksfläche werde mit der Katholischen Pfarrpfründestiftung Gleißenberg noch vertraglich geregelt. Mündlich erfolgte bereits eine Zusage seitens der Kirchenverwaltung. In diesem Zuge sei es zwingend notwendig und erforderlich, ein neues Bushäuschen anzuschaffen. Auch hierfür habe die Gemeinde die Zusage der Kirchenverwaltung und man beschloss die Anschaffung eines Häuschens vom Anbieter Holzbau Penzkofer in Eschlkam. Eine Förderung werde zudem beantragt. In Kürze finde auch ein Pressetermin vor Ort statt, wo die geänderten Fahrzeiten für den ÖPNV und für die Schulbuslinien bekannt gegeben werden sollen. Jeder Schüler der Chambtalschule Weiding erhalte hierzu rechtzeitig vor Schulbeginn noch ein Schreiben von der Schulleitung, sagte Bürgermeister Daschner.

Ebenso beschloss der Gemeinderat die Sanierung der Außenfassade des Hochbehälters der Wasserversorgungs- und der Druckerhöhungsanlage an den rechtzeitigen Bieter, die Firma Gerhard Decker in Faustendorf, zu vergeben. Grundlage bildeten die beiden schriftlichen Angebote vom 5. Mai mit einem Gesamtbruttoangebotspreis in Höhe von 5.129,50 Euro.

Darüber hinaus folgten noch Informationen des Bürgermeisters:
Jährliche Hauptuntersuchung der gemeindlichen Spielplätze
Bürgermeister Daschner teilte dem Gemeinderat mit, dass die jährliche und gesetzlich vorgeschriebene Überprüfung der fünf gemeindlichen Spielplätze an die Firma playsafe aus Regenstauf vergeben wurde. Die Kosten belaufen sich auf 505,75 Euro brutto.

Heizung für Kinderhaus, Mehrzweckhalle und Rathaus
Ferner informierte Daschner über einen Ortstermin am 30. Juni mit Tobias Scherner vom gleichnamigen Planungsbüro aus Dalking. Verschiedene Probleme habe man dabei angesprochen. So sei ein wiederkehrendes Thema, dass eine starke Rauchentwicklung aus dem Kamin für Beschwerden sorge. Ebenso sei das Heizen während der Sommermonate und der damit verbundene Pellet-Verbrauch ein Thema. Als Sofortmaßnahme sollen verschiedene Feinjustierungen, auch an der Wärmepumpe, vorgenommen werden. Außerdem will man künftig erreichen, dass die bereits eingebaute Wärmepumpe die Warmwasserversorgung während der Sommermonate übernehme. Bis dato habe sich diese immer wieder ausgeschaltet. Ebenso werde ein Anschluss des Rathauses in diesem Zusammenhang geprüft.

VR-Sitzung der Regionalwerke vom 25. Juni 2026
Seitens aller Bürgermeister im Landkreis habe man beschlossen, das Projekt Regionalwerke aufgrund verschiedener Problematiken aufzugeben. Es sei wirtschaftlich nicht mehr vertretbar, das durchaus gute Konstrukt der Regionalwerke aufrecht zu erhalten, da wegen mangelhafter EEG-Umlage der Bundesnetzagentur und nochmaliger Windmessungen keine Investition mehr rentabel erscheine und auch das Personal weitere Kosten verursachen könnte. Die 37 Gemeinden hätten aber durch ihr Engagement und ihre gemeinsamen Investitionen zusammen mit dem Landkreis im Vorfeld nun auch wichtige Aussagen und Unterlagen zur Hand, es sei nämlich der gesamte Landkreis durch den Hauptinvestor und die Regionalwerke auf den Prüfstand gestellt worden, wo und weshalb an verschiedenen, auch windhöffigeren Stellen wie Bergrücken, keine Realisierung möglich sei, zum Beispiel wegen mangelnder Zufahrt oder auch Einspeisemöglichkeiten. Der Gemeinderat werde damit noch in einer der nächsten Sitzungen konfrontiert, sagte Daschner.

Arbeitssitzung des Gemeinderates
Zu Beginn seiner neuen Amtszeit schlug Bürgermeister Wolfgang Daschner den Gemeinderäten eine gemeinsame Inaugenscheinnahme der Objekte Kläranlage, Wasserversorgung und Freizeitzentrum mit Erläuterung durch das Fachpersonal Abwasser/Kanal sowie einer anschließenden Besprechung aktueller Themen vor. Der Termin soll nun am Samstag, 25. Juli, ab 8:00 Uhr stattfinden.

Problembäume im Gemeindebereich
Ein Mitarbeiter des Landratsamtes Cham habe mit dem Bauhof verschiedene Arten von Problembäumen in Augenschein genommen und notwendige Maßnahmen abgesprochen. Aufgrund der anhaltenden Trockenheit komme es immer wieder zu dürren Bäumen, die zudem wegen der Verkehrssicherungspflicht gefällt werden müssten. Um einigen besorgten Bürgern die nachträgliche Einschaltung der Behörden zu ersparen, wurden die Maßnahmen jetzt vorsorglich zuvor besprochen und nach und nach ausgeführt.


Der Eingang zum Gasthaus Zur Post an der Hauptstraße soll bestehen bleiben.

Die Ansicht aus Süd-Osten zeigt die entstehenden Wohneinheiten.