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Eine Ära geht zu Ende

Schwimmerbecken vom Gleißenberger Familienfreibad wird abgebrochen – Arbeitskreis zur Neugestaltung nimmt Vorschläge entgegen

Das in den 1960-er Jahren erbaute Freibad wurde vom damaligen Ratsgremium unter der Leitung von Bürgermeister Michael Plötz in weiser Voraussicht auf den Weg gebracht. Und es war im Nachhinein – genau wie es von den Vorgängern angedacht war – für das gesamte Umland eine durch und durch beliebte Bereicherung. Die Erwachsenen hatten jede Menge Spaß, die Kinder lernten nebenbei schwimmen und der Tourismus boomte kräftig. Zusätzlich konnten vormittags unzählige Schulklassen und nicht zuletzt auch die Klassen vom Schullandheim einen Schwimmunterricht genießen. Eine rundum gelungene Begebenheit, die nur ganz wenige Gemeinden zu bieten hatten.

Aber nun erfolgt ein Rückbau, denn bereits seit 10 Jahren steht die Anlage still und war laut Bürgermeister Wolfgang Daschner nur noch ein Schandfleck. Die Gemeinde habe sich vor einiger Zeit dazu entschieden, das Gelände einer anderweitigen Nutzung zuzuführen. Als erste Maßnahme befindet sich das große Schwimmerbecken gerade durch die Firma Althammer im Abbruch und das ganze Material werde ordnungsgemäß entsorgt.

Bürgermeister Daschner nahm dazu Stellung und erläuterte, dass die Gemeinde zusammen mit interessierten Bürgern in den letzten Jahren alles Mögliche versucht habe, das Bad zu retten. Mit Machbarkeitsstudien, vielfältigen anderweitigen Ansätzen oder auch als Naturbad, wollte man die Bademöglichkeit erhalten. Letztendlich scheiterte es aber immer wieder an fehlenden Fördergeldern. Sogar ein attraktives Förderprogramm für Schwimmbadsanierungen habe es zwischendurch gegeben. Doch nur Gemeinden, die Stabilisierungsbeihilfen erhielten – also solche, die schlecht wirtschafteten – bekamen die Gelder, ergänzte Daschner sichtlich enttäuscht. Somit war das Aus endgültig besiegelt, weil man den Eigenanteil für eine Sanierung schlichtweg nicht bewerkstelligen konnte.

Aktuell bemühe man sich um eine vernünftige Folgelösung für das attraktive Gelände, das insgesamt über zwei Hektar umfasse und bereits mit einem Bikepark, zwei Fußball- und drei Tennisplätzen ausgestattet sei. Dazu habe man einen kleinen Arbeitskreis mit Bürgermeister Wolfgang Daschner, den Gemeinderäten Thomas Weingärtner und Markus Weihrauch sowie der örtlich Beauftragten der noch laufenden Dorferneuerungsmaßnahme, Bianka Fechter, gebildet. Es soll zusammen mit einem Planungsbüro einer Gartenbaufirma eine Lösung erarbeitet und zudem weiterhin alle Fördermöglichkeiten überprüft werden, um passende Entwürfe auf den Tisch legen zu können.

Abschließend teilte der Gemeindechef noch mit, dass konstruktive Ideen und Vorschläge jederzeit beim genannten Arbeitskreis persönlich herangetragen oder auch per Mail an poststelle@gleissenberg.de gerichtet werden können.

Im Hochleben des Gleißenberger Familienfreibades (Archivfoto) entstanden oftmals wunderschöne Aufnahmen.

Den meisten und vor allem älteren Einheimischen wird dieses Bild entsprechend weh tun: Das einstmals äußerst beliebte Freibad ist endgültig Geschichte.