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Mobiles Salzsilo für den Bauhof

54. Gemeinderatssitzung in Gleißenberg sorgt für weitere Weichen – Gutachterbüro wird Auftrag entzogen

Gleich zu Beginn der Gemeinderatssitzung, die letzten Montag im Rathaus stattfand, wurden zwei Bauvorhaben von Einfamilienwohnhäusern in Ried und Gleißenberg genehmigt. Das Vorhaben in Gleißenberg datierte aus 1997 und wurde vom damaligem Verwaltungschef im Rahmen einer Genehmigungsfreistellung abgewickelt. Nachdem der Bebauungsplan damals wiederum einmal nicht fertig gestellt wurde, war dies nun nachträglich notwendig.

Anschaffung eines mobilen Salzsilos
Laut Bürgermeister Wolfgang Daschner lagert derzeit das Streusalz beim angemieteten Bauhofgebäude an der Chamer Straße und das Fahrsilo könne von keinem LKW angefahren werden. Das Streusalz werde davor abgekippt und sei aufwendig mit dem Radlader in das Silo zu transportieren. Hierbei bestehe das Problem, dass das frisch gelieferte Salz immer vorne eingelagert werde und altes Salz hinten verklumpe und somit große Probleme bei der Ausbringung verursache. Die Gemeinde habe sich bereits Anfang 2025 mit einer möglichen Anschaffung eines Silos befasst, mit dem die gesamten Probleme gelöst werden könnten. Es wurden verschiedene Angebote für unterschiedliche Größen der Silos von den Firmen Kessens, Brinkmann und Holten eingeholt. Dabei stellte sich heraus, dass die Firma Holten preislich vorne liege. Nach Absprache mit dem gemeindlichen Bauhof schlug Bürgermeister Daschner vor, das Angebot der Firma Holten zu favorisieren, das dem Gremium in Kopie vorliege. Dabei handle es sich um das mobile Silo M1 30 GFK mit einem Volumen von 30 Kubikmeter und einer Höhe von neun Meter. Das Silo soll am Grundstück der gemeindlichen Abwasseranlage am Wiesenweg in Ried aufgestellt werden, da hier ein passender Asphaltunterbau vorhanden sei und man dadurch Kosten einsparen könne. Direkt daneben würden die gemeindlichen Schüttboxen platziert, die bereits angeschafft seien. Der Gemeinderat beschloss diese wichtige Investition einstimmig. Grundlage bilde das schriftliche Angebot vom 22. Januar 2026 mit einem Bruttoangebotspreis in Höhe von 30.999,50 Euro.

Wasserverlust bei Leitungswasserschäden
Ein weiterer Punkt des Bürgermeisters war, dass bei Wasserverlust anhand Leitungswasserschäden immer die Frage auftauche, wer für die Mehrkosten in Sachen Wasserverbrauch und Abwassergebühren aufkomme. Bis jetzt habe die Gemeinde auf Antrag die Gebühren für die Abwasserentsorgung entsprechend erstattet, wenn erkennbar war und auch entsprechend nachgewiesen werden konnte, dass ein entsprechender Mehrverbrauch aufgrund eines möglichen Schadens vorlag. Die Wassergebühren wurden schon berechnet.
In allen gängigen Hausrat-/Wohngebäudeversicherungen mit aktuellen Bedingungen sei jedoch ein Passus vorhanden, dass der Versicherer die Kosten für Wasser- und Gasverlust (Mehrverbrauch von Frischwasser einschließlich der damit verbundenen notwendigen Abwassergebühren), die infolge eines Versicherungsfalles entstehen und die das Versorgungsunternehmen in Rechnung stellt, ersetze. Jeder Bürger könne sich also gegen solche Schäden absichern und entsprechend vorsorgen. Um eine mögliche doppelte Erstattung auszuschließen, schlug daher die Verwaltung vor, ab sofort seitens der Gemeinde keine dementsprechenden Erstattungen mehr vorzunehmen, was der Gemeinderat dann auch einstimmig so beschloss.

Führerschein für Feuerwehraktive
Der Gemeinderat habe in seiner Sitzung am 28. Januar 2021 beschlossen, künftig pro Jahr die anteilige Erstattung der Kosten für die Führerscheinklasse C/CE bis zu einem Betrag von 1.500 Euro, verteilt auf fünf Jahre (jährlich 300 Euro), bei nachgewiesener und bestandener Prüfung zu übernehmen. Die Maßnahme galt ab Führerscheinbeginn zum 1. Februar 2021, wurde für die nächsten fünf Jahre auf drei Teilnehmer begrenzt und verlängerte sich dann erneut um diesen Zeitraum zu den gleichen Konditionen. Erstattung erfolgte auf Antrag und Bestätigung der Feuerwehr sowie nach Vorlage der Rechnungsbelege.

Bürgermeister Daschner teilte dem Gremium mit, dass nach Rücksprache mit Kommandant Sebastian Riederer die Rahmenbedingungen zusätzlich angepasst beziehungsweise ergänzt werden sollen.
Bei fünfjähriger Verpflichtung für den aktiven Dienst: 50 Prozent Zuschuss für den Führerschein, höchstens 1.500 Euro
Bei zehnjähriger Verpflichtung für den aktiven Dienst: 100 Prozent Zuschuss für den Führerschein, höchstens 3.000 Euro

Der gemeindliche Zuschuss soll künftig sofort an die Feuerwehr ausbezahlt werden, die wiederum mit dem Führerscheinerwerber eine entsprechende Verpflichtungserklärung abschließen müsse und dies auch dementsprechend kontrolliere. Sollte ein Mitglied aus verschiedenen Gründen vorzeitig ausscheiden, so sei der anteilige Förderbetrag an die Feuerwehr zurückzuzahlen, die dann den Betrag an die Gemeinde weiterleite. Durchschnittlich werde pro Jahr ein Führerscheinerwerber gefördert. Die Kommandanten haben Ende jeden Jahres, spätestens zum 31. Dezember, einen schriftlichen Sachstandsbericht zu den aktuellen Führerscheinerwerbern bei der Gemeinde Gleißenberg abzugeben. Der Gemeinderat teilte die neue Richtlinie und beschloss diese anschließend.

Informationen des Bürgermeisters:
Asphaltierung der Gemeindewege und Straßen
Für zwei Maßnahmen in Ried würden derzeit Angebot eingeholt (Dorfstraße und Einödweg)). Sobald diese vorliegen und aufbereitet seien, erfolge Beschlussfassung in einer der nächsten Sitzungen. Derzeit müssten noch Bodenproben entnommen werden.

Mobiler Einkaufswagen vom Malteser Hilfsdienst
Der Service fahre künftig auch über die Ortschaften Reisach, Dalking, Döbersing, Ried und Gleißenberg. Ein entsprechendes Infoblatt sei an alle Haushalte verteilt. Zwischenzeitlich werde der Wagen von den Bürgern der Gemeinde bereits sehr gut angenommen.

Schießsporthalle Schützenverein
Der Neubau werde koordiniert vom Bauträger Schützenverein 1911 Gleißenberg. Innerhalb von zwei Wochen soll die Bodenplatte fertiggestellt sein. So lange werde die Mehrzweckhalle für den Sportbetrieb gesperrt. Die Gemeinde versuche nun für diesen Zeitraum einen anderen Eingangsbereich für die Halle zu schaffen. Der Eingang zum Kinderhaus werde ebenfalls für diesen Zeitraum verlegt, die Eltern würden zu gegebener Zeit durch die Kinderhausleitung verständigt. Mit dem Baubeginn sei in etwa einem Monat zu rechnen. Derzeit würden Angebote für die Bodenplatte eingeholt. Für die Maßnahme könnten Fördergelder von knapp 100.000 Euro in Ansatz gebracht werden. Der Bewilligungsbescheid liege bereits vor. Mit dem Neubau bekomme auch das obstbayerische Grenzland ein Schießsportzentrum, das mit sieben vollelektronischen Schießständen modern ausgestattet sein werde. Für die überaus erfolgreiche Arbeit des Schützenvereins, vor allem auch im Jugendbereich, sei dies absolut von Bedeutung. Die Einrichtungen in der angrenzenden Mehrzweckhalle (Sanitär, Umkleiden, Aufenthaltsraum) und auch die Parkflächen rund um das Rathaus seien vorhanden und könnten mitgenutzt werden.

Neugestaltung im Unteren Dorf
Die Gemeinde sei mit der Antragstellung über das Regionalbudget erfolgreich gewesen und bekomme für die Maßnahme „Vitalisierung des Dorfplatzes im alten Dorfkern Unteres Dorf“ eine Höchstbetragsförderung von 10.000 Euro. Die Gesamtmaßnahme werde auf knapp unter 20.000 Euro festgesetzt. Die Gartenbaufirma Bucher, die auch die Planung übernommen habe, starte mit der Maßnahme in der Kalenderwoche 21 (18. bis 21. Mai). Neben 18 Parkflächen in Schotterbauweise sollen auch Blühflächen (Veitshöchheimer Bienenweide) sowie Kräuterrasenflächen, Ruhebänke und eine kleine Freifläche für Veranstaltungen geschaffen werden.

Neue Seniorenbeauftragte der Gemeinde
Nachdem Marianne Seidl und Kunigunde Mühlbauer ihre Tätigkeit nach langen Jahren beendet haben, übernehme diese Aufgabe vorerst Belinda Bierl aus Gleißenberg. Sie werde von der Gemeinde zur Seniorenbeauftragten ernannt und leite auch die künftigen Treffen zusammen mit bewährten Helferinnen.

Abbruch des vormaligen Freibades
Die Firma Althammer werde die Abbrucharbeiten laut Angebot und Beschluss vom Gemeinderat in circa zwei Wochen durchführen. Das Becken werde dann mit Erdaushubmaterial aufgefüllt. Ein Konzept für die Gestaltung des Freizeitgeländes sei bereits zusammen mit der örtlich Beauftragten, Bianka Fechter, in Bearbeitung.

Wasserversorgung
Seit nunmehr 2022 werde versucht, die gesamte Wasserversorgung auf den Prüfstand zu stellen., um ein Konzept auszuarbeiten, das zukunftsfähig ausrichtet sei. Das Büro Polifka sei seitdem damit beauftragt, verschiedene hydrogeologische Untersuchungen zu machen. Bis heute fehlten laut Fachbehörden allerdings Unterlagen, die eine gezielte Weiterbearbeitung ermöglichten. Deswegen habe am 24. März um 10 Uhr nochmals ein gemeinsamer Gesprächstermin am Landratsamt Cham stattgefunden mit den Fachbehörden Wasserrecht, Wasserwirtschaftsamt sowie Gesundheitsamt und den Vertretern der Gemeinde mit Bürgermeister Wolfgang Daschner, Andreas Engl, Michael Bierl und Josef Mühlbauer. Polifka sei allerdings nicht erschienen. Bürgermeister Wolfgang Daschner habe jetzt veranlasst, Polifka den Auftrag zu entziehen und gemeinsam mit den Behörden werde nun versucht ein anderes Büro zu beauftragen, um ein Konzept zu erstellen, das alle möglichen Varianten der künftigen Wasserversorgung prüfe und auch die Schutzgebiete entsprechend deklariere. Laut Wasserwirtschaftsamt gebe es für solche Konzepte, die gesamte Versorgungssituationen untersuchen und Verbesserungsmöglichkeiten aufzeigen, eine Förderung pro Einwohner von rund 20 Euro. Dies wolle man jetzt aufgreifen, vorhandene Unterlagen verwenden und dann entsprechend ergänzen und aufarbeiten. Büros, die dafür geeignet seien, sollen anagegangen werden, um endlich zu einem Ergebnis kommen.

Anschließend war nichtöffentliche Sitzung, unter anderem mit Vergabe der Planungsleistungen für einen möglichen Feuerwehrgerätehausneubau und Vorstellung eines Sanierungskonzeptes für das Sportheim des SV Gleißenberg-Lixenried.


Die Skizze zeigt den Entwurf zur Neugestaltung des freien Platzes im Unteren Dorf.