Alte Brauereigaststätte wird renoviert – Baubeginn noch für 2026 geplant – Mitglieder und Gemeinderäte informieren sich
Auf der Informationstour der Hohenbogenliste durch den östlichen Landkreis Cham war die erste Station die Mitgliedsgemeinde Gleißenberg. Die Verantwortungsträger verzichten diesmal bewusst auf reine Wahlinformationsveranstaltungen und haben sich dazu entschlossen örtliche Unternehmer zu besuchen, um hier wichtige Impulse – auch für die späteren Kreistagsmitglieder – zu sammeln.
Letzten Samstag war der Mayerbräu das Ziel. Der von seinem Jahrgang beste Brauer und Mälzer der IHK Niederbayern-Oberpfalz, der gebürtige Gleißenberger Andreas Mayer und künftige Pächter des Dimpfl Bräu Furth im Wald, erläuterte den zahlreich erschienenen Mitgliedern der Hohenbogenliste sowie den Gleißenberger Gemeinderäten die Historie und den Ablauf des Brauwesens vor Ort. Interessiert wurde zugehört und auch Fragen gestellt, die der tüchtige 25-jährige gerne und fachgerecht beantwortete.
Anschließend hat man die Veranstaltung im Gastzimmer des ehemaligen Landgasthofes Pongratz fortgesetzt. Dabei gab es natürlich eine Kostprobe vom Mayerbräu und kleine Brotzeiten. Gabi Mayer und Monika Daschner hatten hierfür alles bestens vorbereitet und die Räumlichkeiten auf Vordermann gebracht.
Bürgermeister Wolfgang Daschner war es vorbehalten, die Gäste offiziell zu begrüßen. Mit dabei waren Landratskandidat Michael Multerer, Listensprecher Heinz Niedermayer, Immobilieneigentümer Helmut Müller sowie mehrere Kreis- und Gemeinderäte. Wolfgang Daschner bezeichnete es sodann als eines der schönsten Erlebnisse in seiner Amtsperiode, dass es gelungen sei, das Braurecht des Gasthofes wieder zu beleben und dass Andreas Mayer so einen fulminanten Start hingelegt habe, was wohl die wenigsten zu hoffen gewagt hätten. Jetzt sei es das gemeinsame Bestreben von Gemeinde und Eigentümer, der Müller Immobilien GmbH, auch beim ehemaligen Wirtshaus einen Fortschritt zu erzielen. Daschner freute sich sehr, dass der Eigentümer nun konkrete Umbaupläne für das Objekt in der Hauptstraße 25 habe und diese erstmals vorgestellt werden. Dazu beigeführt habe auch, dass der Schützenverein, der derzeit im Kellergeschoss untergebracht sei, eine neue Schießsporthalle bei der Mehrzweckhalle baue und somit die Räumlichkeiten zur anderweitigen Nutzung wie etwa für einen Heizungsausbau frei werden würden. Auch der bisherige italienische Pächter vom Wirtshausbereich habe die Räumlichkeiten verlassen. Ferner stehe die Gemeinde im engen Austausch mit der Familie Müller und man freue sich über das Engagement und die Pläne, das vormalige Wirtshaus wieder als Brauereigaststätte beleben zu wollen und eine gutbürgerliche Küche zu favorisieren, so wie es in frühester Zeit schon mal war, als es mit der Bezeichnung „Gasthaus zur Post“ betrieben wurde. Man hoffe, dass sich dann auch ein passender Pächter für die Gastronomie finden lasse, der den weitaus bekannten Gasthof wieder zur Erfolgsgeschichte zurückführe, sagte der Bürgermeister. Außerdem habe das Objekt eine enorme Bedeutung für die Gemeinde und das Umland. Man wolle hier soweit es geht unterstützend tätig sein und alle möglichen Förderquellen zusammen mit dem Amt für ländliche Entwicklung und dem Landratsamt Cham prüfen und ausloten. Von Vorteil sei hier die gerade noch laufende Dorferneuerungsmaßnahme, ergänzte Wolfgang Daschner.
Landratskandidat Michael Multerer war der nächste Gastredner. Er lobte den Zusammenhalt der Hohenbogenliste und das aktuelle Vorgehen. Nur durch persönliche Gespräche könne man das Meiste erreichen und er sei sich sicher, dass sich das bei den kommenden Wahlen widerspiegeln werde. Ebenso machte Multerer Mut und sagte, man solle sich nicht von den Negativnachrichten der Social-Media-Kanäle ablenken lassen, sondern die persönlichen Kontakte weiterhin pflegen. Auch dem gerade fertiggewordenen Wahlflyer von der Hohenbogenliste stellte Michael Multerer ein sehr gutes Zeugnis aus und er bedankte sich, dass er als Landratskandidat darauf so gut platziert wurde.
Anschließend stellte Bauunternehmer Helmut Müller seine Planungen vor, die er gemeinsam mit seiner Familie entwickelt und die auch in enger Kooperation mit der Gemeinde entstanden seien. Diese sollen jetzt zur Genehmigungsreife gebracht und baldmöglichst realisiert werden. Der Baubeginn ist noch für dieses Jahr angedacht. So soll das gesamte Gebäude niedriger werden, um besser in das Dorfbild zu passen. Im Erdgeschoss möchte man den Gastronomiebereich (Gastzimmer, Nebenzimmer und wahrscheinlich auch ein großer Wintergarten) mit Küche und Sanitäranlagen völlig neu gestalten. Das würde alle Möglichkeiten für diverse Veranstaltungen offen lassen. Die Obergeschosse sollen mit Wohnungen ausgestattet werden. Entweder für Wohnungssuchende oder auch als Modellprojekt für „Betreutes Wohnen“. Ebenso könnten Wohngemeinschaften geschaffen werden. Das alles werde in den nächsten Wochen konkretisiert, erklärte der Investor.
Letztlich könne im ‚Bayerischen Meran‘ ein Objekt entstehen, das weit über die Landkreisgrenzen hinaus einzigartig sein dürfte und ein Paradebeispiel für eine gelungene Wirtshaussanierung mit Brauerei und Wohnungen wäre. Dafür gelte auch dem Investor ein großes Dankeschön, war man sich gemeinsam an diesem Abend einig. Ein Wirtshaus mit über 100-jähriger Tradition am Dorfplatz neben der Kirche wieder zu neuem Leben erwecken – „Bayerisches Herz, was willst Du mehr“.
Kompetente Auskünfte über Werdegang und Vorhaben erteilte Andreas Mayer (im Vordergrund).
Als Bürgermeister Wolfgang Daschner (stehend) die rund 50 Mitglieder und Gemeinderäte begrüßte, war ihm die Freude vom neuen Bauvorhaben förmlich ins Gesicht geschrieben.
Auch Landratskandidat Michael Multerer (stehend) beeinflusste die Wahlversammlung mit seinen Worten äußerst positiv.
Als „nicht mehr zeitgemäß“ bezeichnete Helmut Müller sein Gebäude und stellte konkrete Umbaupläne vor.
In gemütlicher Stammtischrunde und mit einem Bier vom Mayerbräu endete das Treffen der Hohenbogenliste.

