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30 – jähriges Bestehen der Kreuzweganlage

Gleißenberger feiern mit Bischof Dr. Rudolf Voderholzer den Festtag

Anlässlich des 30 – jährigen Bestehens der Kreuzweganlage am Hohen Stein in Gleißenberg feierte die Gemeinde zusammen mit dem Bischof Dr. Rudolf Voderholzer diesen Festtag. Die Kreuzweganlage ist ein bewundernswertes Gemeinschaftsprojekt der Gleißenberger Vereine.

Die Geschichte:
Im Frühjahr 1989 hat sich der „Förderverein Gleißenberg Kreuzweg e.V. gebildet, der sich das Ziel gesetzt hatte, in Gleißenberg in freier Natur einen Kreuzweg zu errichten. Dem Förderverein schlossen sich spontan die damals bestehenden Vereine FFW Gleißenberg, FFW Ried, Sportverein Gleißenberg e.V., Schützenverein, Trachtenverein, Fremdenverkehrsverein, die „Gemütlichen Sauköpfe Gleißenberg, Kath. Landjugend und die Gschwanderer Viasam Stoderer, an. Die Grundlage der Errichtung war damals der Erlös aus den Faschingsveranstaltungen und die Aktion hatte durchschlagenden Erfolg, denn bereits im Herbst 1989 gehörten dem Förderverein 177 Mitglieder an und letztendlich wurde die 200er Marke geknackt. Bei einer damaligen Mitgliederversammlung sprachen sich die Mitglieder für die Errichtung von 14 Stationen aus. Der Kreuzweg wurde auf eine Länge von 640 Metern errichtet und der Stationsabstand auf circa 60 Meter festgelegt. In der Beiratssitzung im Mai 1992 erhielt die Firma Adolf Mühlbauer aus Ränkam/Kühberg den Auftrag zur Fertigung des Kreuzweges. Im Juli 1993 erhielten die 14 Kreuzwegstationen im Rahmen eines Zwei-Tage-Festes, ihren Segen durch den damals örtlichen Pfarrer Josef Bräu. Im November 1993 löste sich der Kreuzwegförderverein auf. Die Kreuzweganlage war ein großer „Meilenstein“ in der Geschichte des Ortes Gleißenberg.

30 – Jähriges Bestehen der Kreuzweganlage:
Vergangenen Sonntag nahm die Pfarrei St. Bartholomäus Gleißenberg diese Errungenschaft zum Anlass und feierte zusammen mit Bischof Dr. Rudolf Voderholzer das 30 – jährige Bestehen der Kreuzweganlage. Um 09:30 Uhr begann der Festtag mit der Begrüßung am Dorfplatz und die Vorfreude auf den Besuch der Geistlichkeit war riesig. Mit einem Blumenstrauß und einen vorgetragenen Lied der Gleißenberger Kinder wurde der Bischof empfangen. Im Anschluss daran bekam jedes Kind persönlich Gottes Segen.

Gottesdienst:
Nach der Begrüßung fand der Pontifikal Gottesdienst in der neu renovierten Kirche mit dem Bischof, dem örtlichen Pfarrer Franz Merl, Diakon Alfred Dobler und Gemeindereferentin Silvia Fuchs, sowie allen Ministranten der Pfarrei Gleißenberg, statt. Nach der Begrüßung und dem Evangelium, begann die Predigt durch den Bischof. Darin richtete er sich an die Gläubigen, mit seinen persönlichen Worten und dem Alltäglichen Leben der Menschen. Darin benannte er eine Taborstunde – Momente großen Glücks wie es auch im Evangelium nach Lukas heißt. In dieser benannten Stunden soll sich jeder an den kleinen Dingen des Lebens bewundern und diese auch schätzen. Trotz des mühseligen Alltags sollen diese Momente Mut und Kraft geben. Selbst in der Liturgie und im Gottesdienst können schöne Augenblicke passieren zum Beispiel durch den Gesang des Gleißenberger Kirchenchors unter der Leitung von Antonia Wutz und an der Orgel Wolfgang Kraus, die den Gottesdienst musikalisch aufleben lassen oder durch die Lesung, die Zuversicht schenkt, predigte Voderholzer. Mit seinen ehrlichen Worten zog der Geistliche die Gläubigen in seinen Bann und nach Abschluss seiner Predigt applaudierte die gesamte Gemeinde.

Besuch der Filialkirche Maria Königing in Lixenried
Nach dem Festtagsgottesdienst ging es weiter in das benachbarte Bergdorf Lixenried. Dabei überzeugte die Größe der Filialkirche „Maria Königin“ in Lixenried, die dieses Jahr 60 jähriges Bestehen zeigt. Nach dem Willkommenslied des Kirchenchores Lixenried unter der Leitung von Hildegard Feiner wurde Bischof Voderholzer von dem stellv. Pfarrgemeinderatssprecher Michael Engl herzlich Willkommen geheißen und bekundete das Ziel trotz immer wenig werdenden Kirchenbesucher und Austritten die Filialkirche zu erhalten. „Für viele ist nach wie vor die Kirche das Zentrum des Dorfes“, definierte Engl. Zum Abschied wurden dem Geistlichen noch heimische Spezialitäten mit auf dem Weg gegeben und gemeinsam das Lied „Segne du Maria“ gesungen.

Gemeinsames Mittagessen und die Eintragung ins goldene Buch
Nach dem der Bischof wieder im Tal angekommen war, erwartete ihn ein deftiges Mittagessen im Pfarrheim mit frischen Backofenfleisch aus dem Backofen der Familie Kolbeck aus Gschwand und den deftigen Knödeln und Salate. Organisiert und Vorbereitet durch den Pfarrgemeinderat und der Kirchenverwaltung. Nach der Stärkung erfolgte die Begrüßung von Bürgermeister Wolfgang Daschner, dabei berichtete er von der Entstehung des Kreuzweges und stellte die Mitglieder des Fördervereines vor. Zudem konnte er die anwesenden Fördervereinsmitglieder begrüßen, Eduard Gruber, Josef Weihrauch, Josef Meyer, Rudolf Kolbeck und Reinhold Bierl, die ein wesentlicher Bestandteil des Fördervereines waren. Im Anschluss daran erfolgte die Eintragung ins goldenen Buch der Gemeinde.


Bischof Dr. Rudolf Voderholzer Eintragung in das goldene Buch, Diakon Alfred Dobler, PGR – Sprecherin Sabine Meixensperger, Gemeindereferentin Silvia Fuchs, 1. Bürgermeister Wolfgang Daschner, Pfarrer Franz Merl, ehemaliger Bürgermeister Josef Christl und Kirchenpfleger Josef Mayer

Kreuzwegbeten mit Bischof Dr. Rudolf Voderholzer
Pünktlich um 14 Uhr und trockenen Wetter, ging es dann weiter zur Kreuzweganlage. Mit insgesamt 14 Ministranten aus Gleißenberg und Lixenried zogen die Geistlichen zusammen mit dem Bischof und den Gläubigen in das naturbelassene Areal des Kreuzweges. Von Station zu Station wurde die Leidensgeschichte Jesu erzählt und vorgetragen. Oben angekommen richtete sich Pfarrer Merl und der Bischof mit Danksagungsworten an die Teilnehmenden. Im Anschluss an das gemeinsame Kreuzwegbeten, erging herzliche Einladung ins Pfarrheim zu Kaffee und Kuchen und damit endete der hochheilige Tag in der Gemeinde Gleißenberg.