Naturparkverein fördert Info-Pavillon – Wolfgang Daschner unternimmt „Bürgermeisterwanderungen“
Das vollzählige Ratsgremium und den Geschäftsführer der Verwaltungsgemeinschaft Weiding, Andreas Engl, konnte Bürgermeister Wolfgang Daschner letzten Donnerstag zur vierten Gemeinderatssitzung willkommen heißen, bei der es um folgende Themen ging:
Außenbereichssatzung für „Am Steinrieder“
Als Erstes beschlossen die Gemeinderäte eine Außenbereichssatzung nach Paragraf 35 Absatz 6 des Baugesetzbuches für den Geltungsbereich „Am Steinrieder“ aufzustellen. Grundlage hierfür sei der inzwischen eingegangene Entwurf des Ingenieurbüros Feldbauer aus Roding. Die Verwaltung wurde somit beauftragt, die Öffentlichkeitsbeteiligung nach Paragraf 3 Absatz 2 BauGB sowie die Behördenbeteiligung nach Paragraf 4 Absatz 2 BauGB durchzuführen. Dies sei nach Rücksprache mit dem Landratsamt zwingend notwendig, um ein Bauvorhaben eines Bürgers für ein Einfamilienwohnhaus zu ermöglichen. Die Kosten für diese Satzung trage der Bauherr.
Infopavillon im Freizeitzentrum
Bürgermeister Wolfgang Daschner teilte danach dem Gremium mit, dass aktuell im Freizeitzentrum die Gemeinde zusammen mit dem Naturpark Oberer Bayerischer Wald einen Info-Pavillon für Wanderer und Radfahrer errichte. Der gemeindliche Bauhof habe mit viel Engagement bereits den gesamten Unterbau erstellt. Die Kosten beliefen sich auf circa 13.000 Euro und würden zur Hälfte vom Naturpark übernommen. Die Änderungen bei den Wanderwegen inclusive Startpunkt im Freizeitzentrum wurden übernommen. Gemeinderat Thomas Weingärtner regte zudem an, auch die Radtouren aufzupeppen und auszuweiten, was in Zusammenarbeit mit dem Naturparkverein und ihm erfolgen soll.
Beiträge im Kinderhaus
Der Gemeinderat hatte bereits in der Sitzung vom 8. Dezember 2025 die Beiträge im Kinderhaus Burgstallwichtel angepasst. Jedoch wurde bei der Beschlussfassung der bis dato bestehende „Geschwister-Rabatt“ nicht berücksichtigt. Damit die Verwaltung nun diesen Nachlass weiterhin ohne Probleme abziehen könne, sei ein weiterer Beschluss des Gemeinderates notwendig. Bürgermeister Daschner schlug daher vor, am Nachlass für Geschwisterkinder weiterhin festzuhalten und diesen mit aufzunehmen, was einstimmig genehmigt wurde.
Spielplätze im Gemeindebereich
Die sechs gemeindlichen Spielplätze (Meranpark, Am Sportplatz, Kindergarten, Kinderkrippe, Bikepark und Ried) wurden kürzlich von der Firma Playsafe geprüft. Künftig soll dies einmal jährlich geschehen und die Kosten für 2026 belaufen sich auf 476 Euro. Wöchentlich erfolgen zudem Sichtprüfungen durch den Bauhof, die dokumentiert werden. Insgesamt ein erheblicher Aufwand in Zusammenhang mit der Pflege, so der Bürgermeister. Außerdem informierte Daschner über die Ergebnisse und erforderlichen Nachbesserungen beziehungsweise Zustände, welche größtenteils durch den Bauhof schon abgeschlossen seien. Darüber hinaus wäre es wünschenswert, wenn mehr ehrenamtliches Engagement bei der Pflege öffentlicher Plätze und Einrichtungen zum Tragen kommen würde, so der allgemeine Tenor des Gemeinderates.
Vor allem aber der Bericht über den Bikepark gab Anlass zur Diskussion. Einmal wegen der zunehmenden Verwilderung der Anlage und wegen der erforderlichen Maßnahmen. Es sollen Steine entfernt werden, die Fahrbahnbreite müsse einen Meter betragen und mit neuem Lehm- und Sandgemisch modelliert werden (80/20). Dies alles wäre zeit- und kostenintensiv. Zudem sei die Akzeptanz wegen attraktiver Neubauten von Pump Trails in unmittelbarer Nachbarschaft zurückgegangen. Ein Aufruf in der Bevölkerung zur Mithilfe bei der Pflege sei ebenso ohne Erfolg geblieben. Dies sei schade für den mit viel Engagement und Ehrgeiz hergestellten Bikepark. Bürgermeister Daschner schlug daher dem Gremium vor, sich über die Wintermonate auch mit einer Alternativlösung zu beschäftigen, sollte dafür keine passende Lösung gefunden werden. Das Thema könne auch die Planungsgruppe für das Freizeitgelände mit aufnehmen und einen Vorschlag erarbeiten.
Informationen des Bürgermeisters:
Heimatpass
Seit ein paar Jahren werde dieser aufgelegt. Nachdem anfangs zehnmal 50 Euro in bar ausbezahlt wurden, gebe es seit zwei Jahren jeweils einen 50-Euro-Gutschein für die Gewinner. Die Akzeptanz gehe allerdings deutlich zurück. Einsendungen kämen fast nur von einigen Gewerbetreibenden. Der Sinn und Zweck, mehrere einheimische Geschäfte zu fördern sei nicht mehr gegeben. Nach einem Beschluss werde der Heimatpass ab 2027 eingestellt und der Betrag von 500 Euro soll für die Vereinsarbeit im Jugendbereich Verwendung finden.
Wanderwegenetz
Das Waldmünchener Urlaubsland biete jedes Jahr geführte Wanderungen und veröffentliche diese in einem Prospekt. Die Gemeinde Gleißenberg sei heuer mit dem Burgstall auf der Titelseite bedacht, habe jedoch keinerlei geführte Wanderungen mit im Programm. Bürgermeister Daschner schlug daher vor, die Gleißenberger Wanderwege, die völlig neugestaltet wurden, mit aufzunehmen und bat zugleich um Übernahmen oder Nennungen von Wanderführern, die sich eines Wanderweges annehmen, um dies melden zu können. Er selbst wolle auch eine oder zwei „Bürgermeisterwanderungen“ unternehmen.
Termine Mehrzweckhalle
Die Einweihungsfeierlichkeit des Schützenvereins für die neue Schießsporthalle soll am Samstag, 10. Oktober, stattfinden. Eine Woche später, am 17. Oktober, sei das Weinfest der Gleißenberger Feuerwehr. Und wieder eine Woche später, am 24. Oktober, finde der Herbstbasar der Mutter-Kind-Gruppe statt, sodass die Mehrzweckhalle vom 7. bis 27. Oktober gesperrt sein wird. Ferner werde für die Mehrzweckhalle wegen den neuen Räumlichkeiten der Schiesssporthalle eine neue Schließanlage notwendig. Alte Schlüssel seien dann hinfällig. Der Austausch werde zeitnah bekannt gegeben und vollzogen. Jeder Verein erhalte dann gegen Unterschrift des Vorsitzenden die benötigten Schlüssel für die Funktionäre und diese erhalten die Schlüssel gegen Unterschrift beim Vorstand. Damit sollen fehlerhafte Ausgabeprotokolle der Gemeinde wegen Wechsel der Funktionsträger und Weitergabe der Schlüssel vermieden werden.
Nahwärmeversorgung des Rathauses
Der Gemeinderat habe davon Kenntnis und befürworte den Anschluss des Rathauses an die Pelletheizung des Kinderhauses/Mehrzweckhalle, da der Ofen entsprechend groß dimensioniert wurde. Die Firma Scherner habe nun eine entsprechende Leitung bestellt (circa 50 Meter). Die Firma Müller erledige die gemeindlichen Pflasterarbeiten vor dem neuen Eingang und berücksichtige diese Leitung gleich mit bis zum Heizraum Rathaus. Später werde dann die Leitung im Außenbereich des Kinderhauses weiter verlegt.
Asphaltierungsarbeiten
Mit der Firma Huber wurden die zwei Zufahrten Am Einödweg (5.990 Euro netto) und Dorfstraße (7.864 Euro netto) in Ried vollzogen. Der Unterbau wurde vom gemeindlichen Bauhof und dem Baggerbetrieb Amberger (circa 3.500 Euro ohne Material) vorbereitet. Damit sei eine bedeutende Kostenersparnis erzielt worden. Für 2027 sei eine Maßnahme am Hienerweg geplant.
Anschließend war eine nichtöffentliche Sitzung mit wichtigen Tagesordnungspunkten.

Der Unterbau für den Info-Pavillon im Freizeitgelände wurde vom Bauhof erstellt.
Der Burgstall mit seiner herrlichen Aussicht befindet sich auf der Titelseite vom Waldmünchner Wanderprogramm 2026.

