Gleißenberg - Mühlbauer Sepp bogen_slideshow_green

Gemeinderat auf großer Besichtigungstour

Gleißenberg.
Letzten Freitag vor Pfingsten traf sich der neue Gleißenberger Gemeinderat auf Einladung des Bürgermeisters Wolfgang Daschner zu einem Ortstermin um 17.30 Uhr bei der ersten Station am Rathausplatz. Daschner erwähnte bei der Begrüßung, dass er es für wichtig erachte, aktuelle brisante Themen vor Ort anzuschauen und darüber zu sprechen. Er freute sich, dass alle Gemeinderäte der Einladung gefolgt waren. Allgemein erwähnte er, dass er über die Digitalabteilung des Landratsamtes mit Vodafone Kontakt aufgenommen habe, nachdem der Empfang im Mobilfunknetz sich wesentlich verschlechtert habe. Die Vodafone GmbH Unterföhring habe sofort reagiert und mit Mail vom
28. Mai mitgeteilt, dass an diesem Tag vor Ort am Dachsriegel eine Hardware getauscht wurde und eine Software erneuert. Die Statistikdaten zeigten seitdem gute Werte, so der Netzbetreiber. Gemeinsam solle man die Sache weiter beobachten und man solle ihm melden, ob es Verbesserungen gäbe. In Sachen Kinderhaus gab der Bürgermeister den Räten einen kurzen Abriss über aktuelle Gespräche mit Bauplanern und Firmen. Dann startete man zur Rundtour.

Rathausplatz
Der Gemeinderat machte sich ein Bild von der derzeitigen Parksituation nach Neugestaltung im Rahmen der Dorferneuerung. Man war sich einig, dass eine Parkfläche nur für Bedienstete freigehalten und markiert werden solle und weitere Stellmöglichkeiten wünschenswert seien, auch im Hinblick auf den laufenden Neubau des Kinderhauses und die entstandenen neuen Häuser rund um den Platz. Derzeit gibt es auch viele Dauerparker in diesem Bereich. Angestrebt werden weitere Stellflächen rechts vor dem Haupteingang der Mehrzweckhalle gegenüber den jetzigen Stellflächen bei der Halle. Auch oberhalb des jetzigen Kindergartens sollen entlang der Straße Stellplätze entstehen. Die als Abgrenzung gedachten Quadersteine in den Grünflächen will man Zug um Zug durch Bepflanzung ersetzen. Vorteilhaft wäre es, dies im Rahmen der jetzigen Baumaßnahme mit zu vollziehen, war die Meinung. Angebote werden eingeholt.

Meranpark
Zweite Station war dieser wunderbare Dorfmittelpunkt im Süden von Gleißenberg. Das neue Hinweisschild wird jetzt angrenzend am Wendeplatz Moosweg aufgestellt. Gleichzeitig will man in Eigenleistung endlich das Parkplatzproblem etwas entzerren und zwischen den Bäumen schräg gegenüber Anwesen Högerl Parkbuchten schaffen in Form von Fahrstreifen mit Rasengittersteinen. Das WC soll nächstmöglich auch tagsüber geöffnet sein für Gäste der Anlage. Dann können sich auch Radfahrer und Wanderer, die oft vorbeikommen, mit Trinkwasser versorgen. Das Kneipp-Becken wird jetzt mit Oberflächenwasser aus Bereich Berghangstraße gefüllt und hat deswegen eine Trübung. Trinkwasserfüllung soll vermieden werden. Hier will man die weitere Entwicklung beobachten und vielleicht alternativ einen Schacht prüfen, der einen Wasserkreislauf mit Pumpe ermöglichen würde. Anlieger Andreas Högerl wird sich dankenswerterweise zusammen mit der Gemeinde mit um die gesamte Anlage kümmern, das ist sehr zu begrüßen, war man sich einig.
Offiziell als Beauftragter mit entsprechenden Befugnissen soll er bei der nächsten Sitzung Mitte Juni nominiert  und vorgestellt werden. Auch der Teich, der kein Wasser mehr führt, war ein Thema. Auch hier will man in absehbarer Zeit eine andere Lösung, vielleicht eine Befüllung und Bepflanzung oder einfach ein Spielfeld. Alle Maßnahmen will man natürlich mit dem Amt für ländliche Entwicklung zuerst abstimmen.

Erdaushubdeponie
Die gemeindliche Erdaushubdeponie in Ried war nächstes Ziel. Vor Ort wurde die weitere Vorgehensweise diskutiert. Ab sofort soll eine Absperrung unten bei der Straße mit entsprechender Beschilderung erfolgen. In der nächsten Gemeinderatssitzung wird man sich mit einer Satzung sowie Gebührenregelung befassen und genau festlegen wie Anlieferung und Abnahme zu erfolgen haben.

Wasserversorgung
Anschließend fuhr man zur Wasserreserve beim Platzer-Hof.  Wasserwart Josef Mühlbauer gab einen Abriss über Fördermengen und Ablauf. (Foto)
Gleichzeitig verdeutlichte er, wie wichtig eine ausreichende Wasserzufuhr sei und dass man derzeit immer wieder mit Wasserabfluss zu kämpfen habe. Erst in den letzten Tagen habe man dieses Thema aktiv angegangen und drei Ursachen beseitigt. Auch eine Fachfirma führe derzeit Messungen durch und stelle etwaige Wasserrohrbrüche fest. Dies sei auch dringend notwendig, so Bürgermeister Daschner. Man könne nicht einerseits einen weiteren Tiefbrunnen planen und andererseits Wassermengen verlieren, ohne zu wissen wo. Möglicher Standort zweiter Tiefbrunnen wurde ebenso erläutert. Hier hat die Gemeinde schon ein Grundstück erwerben können. Derzeit laufen noch Gespräche mit Wasserwirtschaftsamt und Landratsamt. Man sei mit dem Thema befasst und wolle die eigene Quellfassung keinesfalls aufgeben, waren sich die Gemeinderäte einig.

Bauhof
Letztes Ziel der Rundfahrt war dann schon zu späterer Stunde einer der mehreren jetzigen Bauhofstandorte. Der Gemeinderat machte sich ein Bild von den Gegebenheiten vor Ort und diskutierte lang über kurzfristige Verbesserungen in Sachen Räumlichkeiten und Personal. Dieses Thema sei ganz oben auf der Agenda, so der neue Bürgermeister und hier müssen wir in Kürze etwas machen und uns auch mit der Sache Personal befassen. Josef Mühlbauer mache seine Sache absolut zuverlässig und äußerst ordentlich, aber er brauche dringend Verstärkung, fügte der Rathauschef an. Es erfolgt in nächster Zeit eine detaillierte Bestandsaufnahme, wozu auch die jetzige Sache mit der Betreuung der Kläranlage durch die Gemeinde Weiding gehört. Dann wird man die Angelegenheit wieder auf der Agenda haben. Auf jeden Fall dieses Jahr soll noch eine andere Lösung her, daran arbeiten wir mit Hochdruck, so Daschner. Und auch der Gemeinderat erachtet dieses Thema als höchst brisant.

Dann endete eine absolut wichtige Fahrt, die viele Erkenntnisse brachte, auch für die neuen Gemeinderäte und sehr harmonische Diskussionen vor Ort entstehen ließ. Man war sich einig, solche Fahrten künftig immer wieder gemeinsam fraktionsübergreifend mit dem gesamten Gemeinderat zu machen, um Schritt für Schritt weiter zu kommen.

Wasserwart sowie Gemeinderat Josef Mühlbauer gab einen Abriss über Fördermengen und Ablauf.

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